This Is The Truth
Unglaublich gut gemachter Spot, haut mich echt um (thx2 max.power).
Verbot der "Killerspiele" tritt in Kraft
Nun ist es soweit, seit heute haben wir einen verschärften Jungendschutz für Videospiele. Gelangten vorher primär Spiele, die den Krieg verherrlichten, auf dem Index, sind es nun auch solche, die "besonders realistische, grausame und reißerische Darstellungen selbstzweckhafter Gewalt beinhalten, die das Geschehen beherrschen". Damit sind nun fast alle Egoshooter gefährdet, in Deutschland für Jugendliche nicht mehr angeboten werden zu dürfen. Interessanterweise gilt das Verbot für alle neuen Medien, Internetseiten eingeschlossen. Hier kann eine Sperrungsverfügung erfolgen.
Perfect world
In a perfect world, spammers would get caught, go to jail, and share a cell with many men who have enlarged their penisses, taken Viagra and are looking for a new relationship.
Better gameplay, less carpal tunnel
Jay Wilson, "lead designer" von Diablo III, spricht über grundlegende Designphilosophien bei der Entwicklung des Spieles. Wie es aussieht, hat man sich dem Franchise sehr behutsam genähert, keine dramatischen Veränderungen, sondern eine Analyse der Stärken und Schwächen und damit einhergehende Optimierung des Gameplays. Ganz besonders freut mich, dass der "replayability" Faktor große Aufmerksamkeit bekommt. So führt Diablo III "scripted adventures" ein. Das sind zufallsgenerierte kleine Missionen, die überall in der Spielwelt spontan stattfinden können. Ein bisschen World Of Warcraft Questing, nur immer neu.
Nun steht auf meiner persönlichen Wishlist ein Leveleditor ganz oben. Wenn die Community in der Lage wäre, selbst eigene Adventures zu entwerfen und diese zur Verfügung zu stellen, kann man dem Spiel schon jetzt eine lange Lebensdauer bescheinigen. Kombiniert mit der vorbildlichen Eigenschaft Blizzards, auch Jahre nach dem Erscheinen eines Spieles noch aktiven Support zu bieten (gerade vor ein paar Tagen ist noch ein Patch für Diablo II erschienen), verspricht Diablo III mindestens ebenso lange auf den Festplatten zu bleiben wie der Vorgänger.
Übrigens wurde nun bestätigt, dass es keine Konsolenumsetzung geben wird. Das ist einerseits schade, weil ich mir eine solche Version sicherlich zulegen würde, andererseits verlangt das Spiel mehr als fast jedes andere den präzisen Umgang mit der Mouse. Das könnte auch eine WiiMote nicht kompensieren (auch wenn es ginge, wie in diesem Video zu sehen).
Diablo III

Das Bild ein paar Posts weiter unten hat sich als richtig herausgestellt (you heard it here first...), Blizzard hat soeben, entgegen bisherige Dementis, Diablo 3 vorgestellt.
Das Internet überschlägt sich mit Neuigkeiten, daher verlinke ich nun hier auf verschiedene Postings bei joystiq, die mit Teaser und Gameplay Trailern aufwarten können:
Diablo 3 information overload
Highlights from the Diablo 3 FAQ
First Diablo 3 screenshots
Diablo 3 teaser and gameplay footage
Blizzard introduces Diablo 3
Ausserdem gibt es bereits eine offizielle FAQ Seite in Deutsch:
Diablo 3 FAQ

Die wichtigsten Infos in Kürze:
- 3D Engine mit Physikeffekten
- kein MMO, orientiert sich stark am klassischen Diablo Gameplay
- erscheint für PC und MAC
- Zufallsgenerierte Dungeons
- Fünf Charakterklassen, zwei davon "Barbarian" und "Witch Doctor"
- Jeder Charakter kann wahlweise männlich oder weiblich sein
- Klassenbasierte Quests wie bei World Of Warcraft
Grafisch macht das Spiel einen soliden Eindruck, wobei gerade die Aussenlevel sehr ansprechend sind. Was bisher von den Dungeons zu sehen war wirkt aufgrund vieler sehr ähnlicher Spiele konventionell. Letztlich freue ich mich, dass hier ein ähnlicher Entschluss zu moderaten Hardwareanforderungen wie bei World Of Warcraft getroffen wurde.
Der Sound passt wie angeossen ins Diablo Universum. Wer das Gameplay Video verfolgt, wird schnell merken, dass ein Grossteil der Soundeffekte 1:1 vom Vorgänger übernommen wurden.
Das Gameplay wurde glücklicherweise kaum geändert, soweit sich das bisher erkennen lässt. Diablo 3 bleibt wie seine Vorgänger also ein handfestes Action Rollenspiel. Dabei steht zu erwarten, dass, wo es möglich war, Interface und Interaktionskonzepte an etablierte Standards angepasst werden. Sicherlich profitiert Diablo 3 auch ganz enorm vom "grossen Bruder" World Of Warcraft, etwa bei Questlogs, Party Bildung und ähnlichem.
Ein wenig vermisse ich das alte Inventory. Im Gezeigten scheint jedes Item genau einen Slot zu belegen, wie bei WoW. Zwar nervte das ewig volle Inventory beim Original, dennoch machte es für mich einen großen Teil des Diablo Gefühls aus. Aber ich denke davon werde ich mich letztlich gerne trennen.
Noch gibt es keinen Erscheinungstermin. Wenn man annimmt, dass Blizzard sich ähnlich verhält wie damals bei World Of Warcraft, so kann es durchaus sein, dass das Spiel erst nächstes Jahr veröffentlicht wird. Ich hoffe, das Spiel wird wie viele andere Blizzard Spiele auch unter Linux lauffähig sein.
Ergebnisse der Sozioland Umfrage bei Videospielern
Die Ergebnisse der von Sozioland durchgeführten Studie über Videospieler und deren Verhalten und Vorlieben liegt nun vor. Einige interessantere Erkenntnisse.
Alter und Geschlecht
87 Prozent der befragten Personen sind männlich, 61 Prozent zwischen 14 und 24 Jahre.
Finanzielle Mittel
62% aller Spieler kaufen sich ein bis zwei Spiele alle drei Monate.
Zubehör wird nur sehr selten gekauft, man kann davon ausgehen, dass die 18%, die in den letzten drei Monaten mehr als 150 Euro ausgegeben haben sich eine neue Konsole zugelegt haben, vielleicht noch eine neue Grafikkarte.
Spieldauer
Etwa jeder dritte (34%) spielt pro Woche mehr als 20 Stunden. Darunter fallen sicherlich zum großen Teil nicht Berufstätige und Schüler. Immerhin 12 Prozent spielen teilweise deutlich länger als 36 Stunden und erledigen damit schon das Pensum einer geregelten Arbeit.
Populärstes Genre
Rollenspiele und Adventures haben seit ihrem drohenden Untergang vor einigen Jahren wieder Hochkultur, 60 Prozent der Befragten spielen diese Genres am liebsten. Puzzlespiele landen mit 6 Prozent auf dem neunten Platz, was auf eine relativ niedrige Beteiligung von Gelegenheitsspielern an der Umfrage schließen lässt.
Diablo und World Of Warcraft dominieren
Diablo 2 führt auch noch acht Jahre nach seinem Erscheinen die Hitliste der beliebtesten Computer Role Playing Games an, 68 Prozent der Befragten haben es schon einmal gespielt. Bei den MultiPlayer Online Role Playing Games führt wie zu erwarten World Of Warcraft mit 80 Prozent vor dem zweitplatzierten Guild Wars (40%).
Psychologische Wirkung
Computerspiele helfen Stress abzubauen und Abzuschalten. 52 Prozent der Teilnehmer sagen aus, dass sie ihre Sorgen vergessen, während sie spielen. Allerdings besteht auch die Gefahr einer Verdrängung und Abhängigkeit, immerhin knapp jeder Dritte gab an, Angst zu haben, etwas zu versäumen, wenn er nicht spielt (30%) oder Probleme hat, mit dem Spielen aufzuhören (29%).
Werbung in Videospielen
Immerhin 44 Prozent gaben an, dass sie Werbung in virtuellen Welten wenig oder garnicht stört. Das ist eine für mich erstaunliche Gleichgültigkeit.
Spiele im Gewaltkontext
68 Prozent sind der Meinung, dass Videospiele höchstens eine von vielen Ursachen für Aggression und Dummeheit unter Kindern und Jugendlichen sind - nur vier Prozent glauben, diese tragen maßgeblich zu einer Verschlechterung bei.
Oberstes Gericht spricht US-Bürgern Recht auf Waffen zu
Nun darf absolut jeder Amerikaner eine Waffe besitzen, ohne etwas vorweisen zu müssen. Völliger Irrsinn.
Diablo 3

Die Gerüchteküche brodelt mal wieder. Wenn man dem obigen Bild trauen darf, dann bekommen wir bald ein Announcement von Blizzard zu Diablo 3. Obwohl das vor ein paar Tagen noch von höchster Stelle dementiert wurde.
In Berlin haben die Türken gewonnen
Anders kann man die Freude der Türken, trotz Niederlage ihrer Mannschaft, kaum beschreiben. In vielen Autos, die pausenlos hupend mit Deutschlandfahnen durch die Stadt fuhren konnte man junge Türken zu lauter türkischer Musik jubeln sehen. Für die meisten war es halt ein Heim(at)spiel im doppelten Sinn.
Worst Case Szenario für Mittwoch
Deutsche Hymne 2015.
Neuer Twilight Hack für 3.3er Firmware
Lange hat es nicht gedauert (siehe vorheriges Posting), nun ist eine neue Version des Twilight Hacks erschienen, der es möglich macht, Homebrew Anwendungen auf der Wii auszuführen.
Nintendo schließt Sicherheitslücke
Wie erwartet hat Nintendo mit dem neuesten Update nun die "Twilight Hack" Sicherheitslücke dicht gemacht, durch die das Ausführen von Fremdcode möglich war. Falls der "Homebrew Kanal" bereits installiert ist, funktioniert er weiterhin. Nun wird es spannend zu verfolgen, wann das Update zwingende Voraussetzung für die ersten Spiele wird und ob Nintendo noch weitere Schritte gehen wird, um Homebrew und Raubkopieen zu unterdrücken.
Wii = Mii, XBox = Avatars
Wenn man den Gerüchten trauen mag, dann bekommen wir bald auf der XBox das Äquivalent zu Nintendos Mii Charakteren. Avatars sollen sie heissen und die bisherigen Spielerbilder ersetzen.
Angedeutet hat sich dies ja schon länger. Nun stellt sich natürlich die Frage, in wieweit diese Integration in Spiele und Services finden. Da geht Nintendo schließlich ziemlich weit. Es gibt einen Mii Kanal, einen "Rate my Mii" Kanal, der Meinungskanal verwendet Miis, Spiele verwenden Miis, sowohl 1st als auch 3rd Party, Miis können in der WiiMote auf andere Konsolen transportiert werden, auch online usw. Es steht also zu erwarten, dass Microsoft noch Features nachlegen wird, damit die Neuerung überhaupt sinnvoll ist.
Whiteboard Application für die Wii
Lange hat es nicht gedauert, nun gibt es eine Umsetzung der Whiteboard Experimente von Johnny Chung Lee als Hombrew Applikation für die Wii. Beeindruckend.
Playstation Ads

Bei Stylishweb findet man eine ganze Menge älterer und sehr guter Playstation Printkampagnen. Sehenswert (thx2 Marc).
Firefox 3
Dieser Screencast zeigt einige der neuen Features von Firefox 3. Die Adressleiste als Suchfeld zu benutzen fühlt sich erstmal ungewöhnlich an, könnte aber bald unverzichtbar sein.
Neuer Resident Evil 5 Trailer
Der neue Trailer ist der Hit. Ich kann es kaum noch erwarten, auch wenn mir die Präzision der Wii Steuerung fehlen wird.
Faszinierende Bilder

In Brasilien haben sie einen Stamm gefunden, der noch keinen Kontakt mit der "Zivilisation" hatte. Da wird das Flugzeug schonmal mit Pfeilen beschossen.
Hot chicks with cheat codes

Das ist mal wieder so eine Seite, die gleich zwei Bookmarks auf einmal ersetzt und mich vor das Problem stösst, ob ich es unter "we all love pr0n", "nerd alert" oder "gaming" einsortiere... (via keinhalma)
Europa zweitgrößter Spielemarkt
Lut einer aktuellen Nielsen Studie ist Europa nach Japan inzwischen der zweitgrößte Markt für Videospiele. Interessanterweise kommt weiterhin jedoch der überwiegende Anteil der Spieleentwickler aus Amerika.
Beyond Good And Evil 2
Es soll bald einen Nachfolger zu Beyond Good And Evil geben. Den ersten Teil habe ich wirklich gern gemocht, gut erzählte Story, frische, liebevoll inszenierte Charaktere und eine große Portion Zelda Gameplay. Für mich einer der besten Titel der letzten Konsolengeneration, leider kommerziell wenig erfolgreich.
Genpets
Genpets come with a 1 year and a 3 year lifecycle. Nett gemacht.
Music-visual Intelligence Test
Interessanter Test, bei dem eine visuelle Entsprechung zur vorgespielten Melodie erkannt werden muss. Ich habe es aus dem Stand auf 80 Prozent gebracht, was laut Analyse ganz OK zu sein scheint.
Homebrew Channel
Inzwischen ist der Homebrew Channel fertig. Damit lässt sich von Nintendo nicht autorisierte Fremdsoftware auf der Wii starten, ohne Twilight Hack.
75 Dollar Laptop mit Touchscreen statt Tastatur
Haben wollen.
Kein Diablo 3 in nächster Zeit
We definitely appreciate that the community has a lot of interest in seeing the Diablo series continue, and we certainly share that desire". "For now, though, our focus remains on StarCraft II and Wrath of the Lich King. I'm afraid I don't have any new plans to announce at this time.
Wirklich schade. Andererseits brauche ich mir keine Gedanken zu machen, in nächster Zeit auf irgendeinem Rechner nochmal Windows zu installieren.
Hey Nico! My Cousin! I'm so glad you're here!
thx2 Marc
Warum GTA IV so gut ist.

Bei Spielewertungen nahe an der Perfektion kann ich mir sparen zu sagen, dass GTA IV ein grandioses Spiel ist. Daher will ich ausführen, was das Spiel für mich persönlich so bemerkenswert macht.
GTA IV beschämt die Konkurrenz.
Liberty City ist nicht groß. Liberty City ist gigantisch. Liberty City ist nicht detailliert. Liberty City ist detailfanatisch. Im Vergleich zu anderen Spielen dieser Art wirkt die Stadt wie ein Spiel aus der übernächsten Generation. Während man bei vielen Spielen anderer Developer das Gefühl nicht los wird, durch die Kulissen einer Freizeitpark-Westernstadt zu laufen, bei der die Häuserfronten doch nur den Blick versperren auf die billigen Pappbauten dahinter, erschlägt der Detailreichtum bei GTA. Nach wie vor können die meisten Häuser nicht betreten werden, doch jeder Quadratmeter der Levelarchitektur vermittelt den Eindruck, als hätten die Designer einen Weg gefunden, 3D Modelle nach Wunsch auf Knopfdruck automatisch generieren zu können, ohne Arbeit investieren zu müssen. Jedes Haus ist individuell, jeder Hinterhof anders. Und selbst wenn man an der gleichen Stelle einige Zeit später wieder vorbeikommt, wirkt sie neu und frisch, denn inzwischen hat sich die Uhrzeit geändert, das Licht, das Wetter, der Verkehr, die Passanten. Die schiere Arbeitszeit, die für die Erschaffung dieser Welt notwendig gewesen sein muss, kann einem einen respektvollen Schauer über den Rücken jagen und scheint zu sagen: "warum hast Du Dich bisher mit weniger zufrieden gegeben?". Das könnte einen "World Of Warcraft" Effekt auslösen - ähnliche Spiele werden es für lange Zeit sehr, sehr schwer haben zu bestehen, da sie sich an dieser Qualität messen müssen.

Nummer IV lebt.
Die detailreiche Welt von GTA wird erst zur glaubhaften virtuellen Realität durch ihre Einwohner. Dank der beeindruckenden Euphoria Engine, die gerade in aller Munde ist, haben sich digitale Mitmenschen nie realistischer angefühlt. Rempelt man einen Passanten auf dem Gehsteig an, lässt er seinen Kaffeebecher fallen. Oder auch nicht. Vielleicht motzt er kurz, vielleicht fängt er aber auch einen Streit an. Mal läuft er unbeirrt weiter, mal bleibt er stehen, mal rennt er panisch davon. Mal fällt er unglücklich, mal kann er sich so gerade auf den Beinen halten. Ein anderes mal verpasst er Dir einen Schlag. Unzählige Telefongespräche lassen sich mithören, Gruppen stehen am Straßenrand und unterhalten sich. Und die Polizei patroulliert durch die Stadt und lädt ein zu beobachten, daß man offensichtlich nicht der einzige Kriminelle in Liberty City ist. Während "scripted events" früher ein Ausdruck für lebendige Umgebungen waren, ist die Engine von GTA das genaue Gegenteil und erreicht dabei so viel mehr. Jedes Objekt scheint autonom. Wenn man auf einer vielbefahrenen Kreuzung einen Unfall provoziert, kann sich schnell eine Schlange aus wartenen Autos bilden. Einige warten, einige hupen, einige versuchen den Unfall zu umfahren. Andere sind zu schnell gewesen und auf ein stehendes Auto aufgefahren. Und vielleicht steigt einer aus seinem Fahrzeug aus und bricht einen Streit vom Zaun mit dem Fahrer eines anderen Wagens. Und vielleicht kommt es zu einer Prügelei. Und vielleicht ist gerade ein Polizist in der Nähe und trennt die Streithähne. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
GTA IV ist die Herr der Ringe Trilogie mit acht Bonus DVDs
Ein Blick in die Statistik zeigt: von 40 Stunden bisheriger Spielzeit habe ich allein eine Stunde telefoniert (was mehr sein dürfte, als ich in "realen" 40 Stunden telefoniere). Die Menge perfekt gesprochener Dialoge ist atemberaubend. Der Überraschungseffekt war groß, als ich eine Mission ein zweites mal spielte und feststellte, daß die Dialoge tatsächlich anders waren als beim ersten Versuch. Da ging es zwar thematisch um die gleiche Sache, aber die Wortwahl war eine andere. Hätte ich die Mission nicht erneut gespielt, hätte ich diesen Dialog nie gehört. Ein gigantischer Aufwand mit dem einzigen Ziel, die Spielerfahrung noch lebendiger zu gestalten. Die Radiostationen, traditionell bei GTA mit einer Menge hochkarätiger lizenzierter Musik bestückt, wurden ebenfalls auf ein neues Level gehoben. Mehr Sender mit mehr Musik hatte man nie. Man kann einen Tag durchspielen, ohne einen Song zweimal zu hören. Etwas, was das "echte" Radio nicht mehr hinzubekommen scheint. Da wünscht man sich, der ein oder anderen Sender aus Liberty City wäre ein realer Sender, den man im Auto hören kann. Doch noch viel deutlicher wird dies beim Fernsehen. Wann immer man einschaltet, es laufen Werbespots, Zeichentrickfilme oder andere Sendungen, die so abwechslungsreich und lustig sind, daß man sich kopfschüttelnd fragt, was eigentlich aus dem heutigen Fernsehprogramm geworden ist. Allein schon Ricky Gervais (Schöpfer von "The Office" und "Extras") zu sehen, der von ihm selbst gesprochen als perfektes digitales Alter Ego auftritt, ist kulturell wertvoller als alle Spaßformatausgeburten der echten TV Sender. Ricky Gervais kann man sich dann übrigens auch am "Broadway" von Liberty City "live" ansehen. Bisher habe ich vier seiner Auftritte gesehen, etwa fünfzehn Shows insgesamt in den beiden Comedy Clubs verfolgt, ohne eine einzige Wiederholung. Es ist dieser "nicht spielrelevante" Inhalt, der GTA zu so einem glaubwürdigen Erlebnis macht.

Ein Spiel wie GTA IV wäre die ideale Basis für eine wirkliche Revolution im Multiuser Social Gaming. Wo "World Of Warcraft" die soziale Interaktion zu sehr begrenzt und "Second Life" die virtuelle Realität abstrakt, lieb- und leblos abbildet, bietet die Welt von GTA IV eine nie gefühlte Immersion mit der Umgebung. Schon in der jetzigen Version bietet Liberty City genug Lebensraum für zehntausende virtuelle Einwohner. Fügt man hier noch eine ausgeprägte Ebene für menschliches Miteinander hinzu (Chat, Voicechat, Möglichkeit der Individualisierung, Gruppenzugehörigkeit, Besitz etc.), hätte man eine Welt, die den Begriff "virtuelle Realität" wirklich mal verdient hat. Die Jungs von Rockstar werden dies längst erkannt haben. Ich bin mir sicher, die nächste Version von GTA wird zwar weiterhin ein Spiel im klassischen Sinn sein, aber ausgeprägte Interaktion mit Mitspielern erlauben. Ich denke da an Berufe (Dealer, Polizist, Waffenhändler etc.), Gangs und Bandenkriege, Organisationen etc. Der jetzige Multiplayer Modus zeigt, daß es geht. Das nächste Liberty City wird zu einem großen Teil aus echten Personen bestehen.
GTA IV muss man haben. Und wer weder XBox noch PS3 besitzt, sollte sich dafür eine zulegen. Selbst wenn einen, so wie mich, die Vorgänger nicht sonderlich begeistert haben. Denn GTA IV ist so viel mehr als das klassische (und weitestgehend unveränderte) Spielprinzip.
"Most Business-Launched Virtual Worlds Fail"
Nach einer aktuellen Studie scheitern 9 von 10 Projekten mit virtuellen Welten. Die meisten davon innerhalb der ersten 18 Monate. Dennoch prognostiziert das Marktforschungsinstitut, dass 70 Prozent aller Firmen bis 2012 ihre eigenen virtuelle Welt neben der Internetpräsenz besitzen.
Ich halte das für absolut unrealistisch. Es hat fast zehn Jahre gedauert, bis überhaupt der Großteil der Firmen eine anständige Internetseite vorweisen konnte (und bei vielen mag man das heute noch nicht als "anständig" anrechnen). Virtuelle Welten sind eine ganz andere Hausnummer. Hier müssen die großen Player aufpassen, dass sie sich nicht millionenschwere Budgets von Marketingagenturen aufschwatzen lassen, die primär auf eine Arbeitsplatzsicherung für drei bis vier Jahre aus sind und weniger auf einen sinnvollen Nutzen für den potenziellen Kunden.
Shenmue I & II für Wii?
Angeblich sollen die beiden Shenmue Teile (Dreamcast und XBox) für die Wii neu aufgelegt werden, inklusive der unvermeidbaren Wiimote Minigames.
Shenmue kann ohne Zweifel als ein Klassiker und Meilenstein der Spielegeschichte gezählt werden. Ich habe den ersten Teil leider nie ganz zuende gespielt und die Dreamcast dafür aus Bequemlichkeit nicht wieder aus der Kammer geholt. Eine Komplettumsetzung für die Wii wäre für mich aber ein sicherer Kauf.
"Spielekonsolen sind tot"
Diese Auffassung vertritt Alex St. John von Wild Tangent. In Zeiten spielerischer Monokultur am PC mag man sich wegen dieser Behauptung an den Kopf schlagen. Der PC als Spieleplattform tritt zunehmend in den Hintergrund, Spieleentwickler richten ihre Marktstrategie immer mehr auf Konsolen aus. Die bieten schliesslich vergleichsweise günstig und konstant über mehrere Jahre eine gute Versorgung mit neuen Titeln. Zudem ist der Anteil raubkopierter Spiele hier deutlich niedriger. Nicht zuletzt fördern Konsolen meist soziale Interaktion - sie stehen im Wohnzimmer, wo man gemeinsam mit Freunden oder Familie bequem vom Sofa spielen kann. Der PC am Schreibtisch dient als Resteverwerter und bekommt erfolgreiche Konsolentitel mit deutlicher Verzögerung umgesetzt. Lediglich einige wenige Genres beziehen ihre primäre Zielgruppe noch aus den Computerspielern. Shooter, Echtzeitstrategiespiele und MMORPGs profitieren weiterhin klar von Maus und Tastatur.
St. John führt unter anderem an, dass der Kopierschutz kein Grund mehr sei, da ohnehin mehr Geld über Abonnements und Werbung generiert würde. Diese Argumentation stellt kein Wunder dar, wenn man bedenkt, dass Wild Tangent sich primär mit Onlinespielen und herunterladbaren Spielen finanziert.
Spiele & Gewalt, die ewige Leier
Heise bringt fast zeitgleich zwei Meldungen zu Studien über den Zusammenhang von Computerspielen und Gewalt. Und so sagt die eine, Computerspiele seien kein Hinweis auf erhöhte Gewaltbereitschaft und die andere, Computerspiele seien der Hauptgrund für aggressives Verhalten.
Letztendlich ist meist aufschlussreicher, einfach zu schauen, wer die jeweilige Studie finanziert hat.
Worst Ad ever
Angeblich soll dieses Bild aus einer europäischen Playstation 3 Kampagne stammen. Für mich der bisherige Tiefpunkt, den Sony da im Marketing hingelegt hat.
Umso tragischer, weil Sony mal bahnbrechende Spots produzierte, die mich absolut in ihren Bann zogen. Besonders die "Third place" Kampagne war für mich herausragend. Hier noch meine drei Lieblinge:
Wolf Man
Welcome to the third place (David Lynch)
Mental Wealth (Chris Cunningham)
Don't worry, be crappy
Adam Martin von NCsoft ist der Meinung, dass zukünftige MMO Spielkonzepte, die erfolgreich sein wollen, mehr in Richtung "Massively Social Online Games" gehen und damit mehr Fokus auf die soziale Komponente richten müssen. Als Beispiel wurde Facebook genannt. In diesem Zusammenhang wäre es durchaus verschmerzbar, mit kleinen Projekten auf den Markt zu gehen, die erst mit der Zeit wachsen. Eine direkte Konkurrenz zu "World Of Warcraft" würde seiner Auffassung nach mehr als 150 Millionen Dollar Entwicklungskosten verschlingen. Dies könne kaum ein Publisher leisten.
Tatsächlich stimme ich seinen Thesen hier zu. Der Markt für den Hard- und Casual Gamer ist weitgehend besetzt, "World Of Warcraft" hat nahezu eine Monokultur bei MMORPGs zur Folge. Über den Sozialaspekt kann aber die enorm größere Zielgruppe der Personen, die nie oder sehr selten spielen, angezapft werden. Hier sind einfache Spielprinzipien und überschaubare technische Anforderungen eher hilfreich für die Verbreitung.
Nintendo hat dies schon vor Jahren erkannt und mit der Entwicklung der Wii als wohnzimmerkompatible Familienkonsole begonnen. Den Erfolg dieser Strategie kann man ja deutlich sehen.
Einen anderen Weg, sich gegen Blizzards Rollenspiel zu behaupten, diskutiert John Young, der bei John Romeros "Slipgate Ironworks" arbeitet. Seiner Auffassung nach sind käufliche virtuelle Gegenstände der Schlüssel für ein finanziell erfolgreiches Geschäftsmodell. Nur wenn neue Spiele "Free to play" sind, ist eine hohe Spielerzahl möglich.
Quo Vadis 2008 in Berlin
250.000 Anmeldungen für eine Beta sind nett, aber 25.000 Pre-Orders (Vorbestellungen) sind eine Größe, mit der wir rechnen können.
Auf der Quo Vadis 2008 in Berlin wurde über Computerspiele und die Rolle Deutschlands bei deren Entwicklung diskutiert. Besonders die Finanzierung neuer Projekte ist nach wie vor schwierig, hier ist Kapital über Banken ohne vorherigen Erfolg nahezu unmöglich zu bekommen.
Nintendo Homebrew Channel
Hier sieht man den über den "Twilight Hack" eingespielten "Homebrew Channel" auf der Wii. Beachtlich ist, dass sich das Interface dieser noch nicht erhältliche Betaversion stark an Nintendos Guideline anlehnt so fast wie ein offizielles Produkt wirkt. Nun ist es also endgültig möglich, auf der Wii eigene Programme hochzuladen. Man wird sehen, wann ein entsprechendes Firmware Update erscheint, welches diese Lücke schliesst.
Rapid Prototyping Games
Bei Gamasutra findet sich ein schöner Artikel über einige Studenten, die sich zum Ziel gesetzt hatten, 50 Spiele innerhalb eines Semesters zu entwickeln. Dabei galten folgende Bedingungen:
1. Each game must be made in less than seven days,
2. Each game must be made by exactly one person,
3. Each game must be based around a common theme i.e. "gravity", "vegetation", "swarms", etc.
Gerade für ein studentisches Projekt finde ich den Prototyping Ansatz sehr lohnenswert, denn gerade nicht spielbegeisterten Studenten kann während der durchaus zählen Entwicklungsphase komplexer Projekte die Puste und damit die Motivation ausgehen. Die wenigsten beschäftigen sich gerne mit Bugfixing oder der x-ten Animationsphase eines sekundär relevanten Spielobjektes.
Rapid Prototyping führt Studenten hier sehr viel spielerischer und mit weniger Leistungsdruck in Hinblick auf Perfektion an wesentliche Spielelemente heran und fokussiert die Aufmerksamkeit und verfügbare begrenzte Zeit ganz auf das Gameplay.
Dadurch können sich mehr Ideen entfalten, ohne durch die Trägheit eines zu grossen Projektes erdrückt zu werden. Und ganz nebenbei lassen sich so Projekte skizzieren, die einer intensiveren Ausarbeitung würdig sind.
Games und Gewalt
Eine weitere Studie, die einen Kontext zwischen Aggression und Videospielen nicht belegen kann. Fazit ist hier vielmehr, dass "Nichtspielen ein Zeichen fehlender Sozialkompetenz sei".
Neues UFO: X-COM Spiel in Arbeit?
Es kursieren mal wieder Gerüchte, dass ein neues X-COM Spiel in Arbeit ist, dieses mal von den Bioshock Machern. Wenn das Spielprinzip nur ansatzweise dem Original entspricht ist das so gut wie gekauft. Gerne als günstiges XBLA Spiel.
Noch vor einigen Wochen habe ich verzweifelt versucht, das Spiel erst unter Linux, dann unter XP in einer VM laufen zu lassen. Leider ist mein PC inzwischen einfach zu schnell für das Spiel, so ist es kaum möglich in den Missionen zu scrollen, man landet immer gleich an den äußeren Enden der Karte.
1,2,3 schicke schicke Schweine
Lustiger Ohrwurmsong aus der Anfangssequenz von GTA IV.
Hardy Heron
Die neueste Ubuntu Version, 8.04 "Hardy Heron" ist erschienen. Wie schon bei Windows Updates ziere ich mich noch, von der 7.10er einfach upzugraden. Zu groß ist die Unsicherheit, was danach alles nicht mehr laufen könnte. Falls jemand das Update schon hinter sich hat, für Feedback bin ich dankbar.
Es gibt wieder neue Folgen von "The Office" (USA)
Wii Fit ausverkauft
Das Wii Fit Balance Board ist bei Amazon schon komplett ausverkauft. Ich ahne, dass hier wieder eine Wii Welle anrollt.
Ricky Gervais in GTA IV
Comedian Ricky Gervais told a British magazine that he is to appear as himself in GTA IV at Liberty City’s comedy club where we will hear some new material he has written just for the game.
Innovationsforum Interaktionsdesign
Die Vorträge des Innovationsforums Interaktionsdesign Potsdam sind nun in Videoform online.
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The MiniBlog
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Space Invader
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Watchlist
Fallout 3
XBox 360
XBox 360
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Motorisch präzise trainiert... mit Gamepad, Maus, Tastatur und Joystick?! Ich glaub das gäb keinen guten Auftragsmörder in Real.
Da solch Handlungsschemata, Menschen zu richten, an und mit Spielgeräten bereits motorisch präzise nachvollzogen werden können, stiftet die neue Gesetzgebung gewisse Sinnhaftigkeit; je mehr Zeit vergeht, desto sinnhafter wird das Verbot werden, denn Motorik trennt nicht zwischen Fantasie und Realität.
Gefällt mir nicht so gut.
commento in posting 2181
Motorisch präzise trainiert... mit Gamepad, Maus, Tastatur und Joystick?! Ich glaub das gäb keinen guten Auftragsmörder in Real.
joy in posting 2181
Da solch Handlungsschemata, Menschen zu richten, an und mit Spielgeräten bereits motorisch präzise nachvollzogen werden können, stiftet die neue Gesetzgebung gewisse Sinnhaftigkeit; je mehr Zeit vergeht, desto sinnhafter wird das Verbot werden, denn Motorik trennt nicht zwischen Fantasie und Realität.
tickles in posting 2181
Gefällt mir nicht so gut.
GrandMaster-D in posting 2181





